Über unser Haus und Garten
Unsere Familie besteht aus meinem Mann, mir und unserem Hund
Paulchen, einem selbstbewußten Westie (Westhighland White Terrier).
Und wir waren lange Zeit typische Stadtmenschen, mit einer tollen
Stilaltbauwohnung im Frankfurter Westend. Die war zwar
wunderschön und mit 140m2 schon recht groß, aber es fehlte etwas -
ein Garten. Wir hatten nur zwei Balkone, die ich zwar mit allerlei
Pflanzen üppig ausgestattet hatte, aber die Balkone boten weder mir
und meinem Mann, noch unserem Hund die Möglichkeit, wirklich die
Natur zu genießen. Und ein zusätzliches Gästezimmer mit eigenem Bad
wäre auch nicht schlecht.
Im Sommer 2003 beschlossen wir dann kurzfristig, uns
eine größere Wohnung zu suchen. Wir erhielten also von unserer
Maklerin ein paar Exposes, und gingen auf Besichtigungstour. Und
sie meinte, vielleicht sollten wir uns da mal ein Haus in
Sachsenhausen anschauen. Wir fuhren also mal vorbei.
Was wir durch das verschlossene Tor sahen, ließ zwar nur
erahnen, was sich dahinter verbarg. Aber der rauschende Bambus
und das viele unterschiedliche Grün in der Garageneinfahrt,
zusammen mit der wirklich schnuckeligen Doppelhaushälfte ließen
Tolles erahnen. Also machten wir einen
Besichtigungstermin.
Tja, und da war es um uns geschehen. Denn wenn man auf das Grundstück eintritt, wandelt man durch ein grünes Spalier von völlig mit Efeu berankten Pfeilern, Buchsbaumkugeln und einer Parade von Schneewittchen-Hochstämmen und zig mir damals noch unbekannten Sträuchern und Pflanzen.
Und das Haus war ebenfalls ein solches Prachtstück. Gebaut 1936, war es von unserern Vorbesitzern von 1995 bis 1997 völlig saniert und renoviert worden mit allerneuester Technik und allem Schnick Schnack inklusive Tiefgarage für 3 Autos. Also haben wir das Haus gekauft.
Unser Haus in Frankfurt-Sachsenhausen
Viel Arbeit und noch mehr Freude
Paulchen versteckt sich gerne in den Beeten
Mir war nicht wirklich bewußt, wieviel Arbeit so ein kleiner 800m2 Garten mit sich bringt. Aber ich liebe meinen Garten, die Gartenarbeit entspannt micht und wir verbringen so viel Zeit wie möglich draußen. Im Sommer sind die Terasse vorne und das Holzdeck hinten unsere "Outdoor Wohn- und Esszimmer".
Und unser Hund liebt es natürlich, im Garten zu toben, zu buddeln oder einfach nur faul in der Sonne zu liegen.
Die meiste Arbeit im Garten erledige ich selbst; mein Mann schneidet aber regelmäßig verblühte Rosen weg, und Paulchen hilft beim Graben.
Im Frühjahr und Herbst kommt der Gärtner mit seinen Leuten und schneiden
Gehölze und Rosen, machen allgemeine Beetpflege und Düngen (vor allem die
künstlichen Substrate hinten benötigen Spezialdünger, der nicht frei erhältlich
ist).
Bei der ersten Pflege im Oktober 2003 war ich noch geschockt, wie
kahl der Garten auf einmal aussah, ich kannte auch keine Pflanzen. Aber der
Winter brachte Muße und die Zeit, mich autodidaktisch mit Garten, Gartendesign,
Pflanzen, Pflege usw. auseinanderzusetzen. Ich habe im Laufe der Zeit über 100
Bücher gekauft und gelesen und zur nächsten Frühjahrspflege war ich schon ganz
gut auf dem Laufenden (mein Gärtner war beeindruckt von meinen neu erworbenen
Kenntnissen).
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